Presse-News

Schwerin | 21.02.2020

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Wegbegleiter wachsen in ihrer täglichen Arbeit und im Sinne des Teams

Die Kita gGmbH blickt nicht allein auf erfolgreiche Projekte, sondern ist auch positiv gestimmt, was die Personalentwicklung betrifft. Im vergangenen Jahr wurden 26 neue Mitarbeiter eingestellt, zehn Auszubildende haben bei der Kita gGmbH begonnen. Und es geht weiter. „Gerade erst haben wir wieder ein Assessment Center für Auszubildende durchgeführt“, erzählt Geschäftsführerin Anke Preuß. „Wir freuen uns schon jetzt auf diejenigen, die ihre Zukunft als pädagogische Fachkraft bei uns starten.“ Eine, die mitten in der Ausbildung steckt, ist Juliane Dumke. Sie fühlt sich bei der Kita gGmbH rundum wohl. „Ich bin als Azubi zu 100 Prozent ins Team integriert. Ich habe immer einen Mentor an meiner Seite und profitiere von jemandem mit Erfahrung. Gleichzeitig gibt es Spielräume, in denen ich mich selbst im Umgang mit den Kindern erproben kann.“ Im vergangenen Jahr ist Christin Kopezky zum Team der Wegbegleiter gestoßen. „In der Märchenkita Krebsförden fühle ich mich super wohl und möchte auf keinen Fall dort weg!“ Trotz aktueller Neueinstellungen macht Anke Preuß klar: „Bei der Kita gGmbH geht immer noch was! Gerade ausgelernte Fachkräfte, also staatlich anerkannte Erzieher, suchen wir noch für unsere Einrichtungen.“

Wer Fragen zur Arbeit bei der Kita gGmbH hat, kann sich per Mail an info@kita-ggmbh.de wenden. Konkrete Bewerbungen mit vollständigen Unterlagen gehen an personal@kita-ggmbh.

Oskar trotzt täglich seiner halbseitigen Lähmung. Erfolgreich spielt er Fußball und erklimmt Treppen	Foto: Kita gGmbH/ Ihde

Schwerin | 21.02.2020

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Oskar macht inzwischen vieles „mit links“

Der Dreijährige ist mit seiner Geschichte ein schönes Beispiel für die Integration von Kindern mit Handicap

Feldstadt • Oskar steigt Treppen ohne Hilfe. Er spielt Fußball, zielt sicher aufs Tor. Das hätte zum Krippenstart in der Kita Feldstadtmäuse 2017 niemand gedacht. Nach einem Schlaganfall im Mutterleib kam der jetzt Dreijährige halbseitig gelähmt zur Welt. Dass er laufen lernt, wagten die Ärzte nicht zu hoffen. Doch alle Beteiligten – Oskar selbst, seine Eltern, die Wegbegleiter der Kita gGmbH, Physiotherapeuten und das Sanitätshaus – ließen sich nicht entmutigen. Dieses Zutrauen hat sich mehr als gelohnt.

Während Oskars Eltern sein Handicap schon früh bemerkten, zeigte es sich für Außenstehende erst, als es ans Robben und Krabbeln ging. „Oskars spastische Lähmung hat uns neue Aufgaben in der Integration gestellt”, erzählt die Leiterin der Kita Feldstadtmäuse Kathrin Lange. Bis dato waren die acht Integrationsplätze im Haus ausschließlich an Kinder vergeben, die geistige Entwicklungsstörungen zeigten – zum Beispiel Kinder mit Autismus. Schnell wurde klar: Oskar braucht mehr Hilfe und andere Zuwendung. „Das begann damit, beide Ärmchen gleich gut durch die Bodyärmel zu bekommen, ging über Möglichkeiten fürs Spiel bis hin zu der Frage: Wie soll Oskar zukünftig von einer Etage in die nächste kommen?”, erinnert sich Kathrin Lange an die Anfänge. „Unser Haus ist nicht komplett barrierefrei – anders als eine klassische Integrationseinrichtung bei körperlichen Beeinträchtigungen. Dennoch wollten wir Oskar unbedingt behalten.”

Deshalb war wichtig, dass Oskar laufen lernt. So begann die überdurchschnittlich enge Zusammenarbeit der Kita Feldstadtmäuse mit dem Sanitätshaus und den Medizinern. Oskar erhielt einen sogenannten „Stehständer”. Mit ihm bekamen seine Beine Halt und seine Hüfte lernte, was ihre Aufgabe ist. Neben der steten und ermunternden Physiotherapie seit dem fünften Lebensmonat war das eine außerordentliche Hilfe. „Wir sind den Weg der kleinen Schritte gegangen”, berichtet Kita-Leiterin Kathrin Lange und meint das wortwörtlich. Drei engagierte Heilerziehungspfleger der Kita gGmbH begleiten Oskar und die anderen sieben Integrationskinder im Kita-Alltag.

Oskar macht inzwischen vieles „mit links” – auch das, was seine rechte Körperhälfte betrifft. Wer den Dreijährigen auf dem Hof umhersausen sieht, wird erst auf den zweiten Blick erkennen, dass es eine Beeinträchtigung gibt. Seine Eltern sind stolz und dankbar. „Wenn wir an die ursprünglichen Prognosen der Ärzte denken, ist das, was wir jetzt sehen, beinahe unglaublich”, sagt seine Mutter. Das findet auch Kita-Freund Levon: „Oskar kann viel. Zum Beispiel richtig gut Bälle werfen”, lobt er.

Für Oskar ist der Besuch der Kita Feldstadtmäuse ein Meilenstein für seine Entwicklung. Und auch die anderen Kinder profitieren von Integration. Sie erfahren, dass jeder etwas gut kann und manches wiederum nicht jedem gelingt. Darüber hinaus lernen sie Empathie. „Wenn ein Dreijähriger versucht, Oskar die Schuhe anzuziehen, ist das ein ganz besonderer Moment”, beschreibt
Kathrin Lange den Zusammenhalt der Kinder – Integration geglückt.

Janine Pleger

Die Wegbegleiter der Kita gGmbH – hier bei den Waldgeistern – fangen tolle Momente sofort mit dem Tablet ein. Dank „Mehr Zeit für Kinder“ ist das an der Tagesordnung	Foto: mp

Schwerin | 21.02.2020

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Von der Vision zur Wirklichkeit

Geschäftsführung und Medienfachberater ziehen positive Bilanz zum Projekt „Mehr Zeit für Kinder“

Schwerin • Zwei wichtige Instrumente in den Einrichtungen der Kita gGmbH sind inzwischen unabdingbar: Tablet und Mini-PC. Alle 26 Standorte sind seit rund einem Jahr damit ausgestattet. Die Erzieher nutzen die neue Technik täglich und inzwischen ohne Hemmungen. Der Name des Projekts ist Programm und im Ergebnis genau das, was Geschäftsführerin Anke Preuß als ­Vision hatte: „Mehr Zeit für Kinder.“

Jede einzelne Gruppe einer jeden Einrichtung der Kita gGmbH verfügt über ein Tablet. Es ist kein Spielzeug, sondern dient der täglichen Dokumentationsarbeit. Was das heißt, stellte der Fachberater für Medienbildung der Kita gGmbH, Steffen Häuser, gemeinsam mit Geschäftsführerin Anke Preuß kürzlich dem Jugendhilfeausschuss vor. Beide blickten in begeisterte Gesichter, denn: „Allein bei der Entwicklungsdokumentation und dem Bestücken des Portfolios spart jeder einzelne Wegbegleiter pro Jahr 45 Stunden Zeit. Zeit, die er am Kind, statt am PC verbringen kann.“

Er beschreibt, dass es früher nur eine Digitalkamera pro Haus gegeben hat, und oft nur einen PC, den alle Mitarbeiter für ihre vielseitigen Arbeiten genutzt haben. Dazu zählen neben der gesamten Dokumentation auch die Vorbereitung von Elternabenden und das Verfassen von Elternbriefen. „Das bedeutete viele Umstände und enormen zeitlichen Aufwand“, so Steffen Häuser. Seit „Mehr Zeit für Kinder“ sind Fotos schnell gemacht und auf einen externen, sicheren Server hochgeladen. Mit Hilfe einer speziellen Software sind Portfolio-Seiten am Tablet schnell erstellt, via e-print ausgedruckt und können sogar am selben Tag gemeinsam mit dem Kind abgeheftet werden. Die Kids reflektieren so ihre eigenen wichtigen Momente und fordern inzwischen selbstverständlich: „Los, mach doch mal ein Foto!“ Eltern profitieren ebenso vom Tablet in jeder Gruppe: „Gäbe es das nicht, hätte ich die tatsächlich allerersten Schritte meines Sohnes nicht gesehen“, freut sich Christian Pevestorf. Die hat der kleine Mika nämlich nicht zuhause, sondern auf dem Hof der Kita Rappelkiste gemacht.

Das Projekt „Mehr Zeit für Kinder“, mit seinem gesamten technischen Background, ist nahezu beispiellos in Deutschland.

jpl

Schwerin | 23.12.2019

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Projekte im Jahr 2020

In den einzelnen Kitas der Kita gGmbH ist auch in diesem Jahr viel los. Kinder und Wegbegleiter werden gemeinsam einiges erleben, die Kita gGmbH hat viele Themen auf dem Tisch: Das Projekt „Mehr Zeit für Kinder“, der Sachstand zum Neubau der Kita WPZ und das Essenskonzept in den einzelnen Einrichtungen werden von der hauspost begleitet. Darüber hinaus informiert die Kita gGmbH im Sommer umfassend über Ferienzeiten in Hort und Kindertagesstätte. Aktuelle Themen finden Leser ebenfalls zur rechten Zeit im Magazin.

Es weihnachtet überall

Schwerin | 23.12.2019

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Beitragsfreie Kinderbetreuung

Interview mit Anke Preuß zur finanziellen Entlastung der Eltern und zu Appellen an die Politik

Schwerin • Seit dem 1. Januar dieses Jahres gilt: Die Betreuung in der Kita ist in Mecklenburg-Vorpommern beitragsfrei. Die Eltern von rund 2.800 Kindern der Kita gGmbH profitieren von dieser Neuregelung. Geschäftsführerin Anke Preuß begrüßt die Beitragsfreiheit für die Familien. Im Interview merkt sie allerdings auch an: Keine Elternentgelte sind leider keine alleinige Lösung – langfristig muss mehr getan werden.

hauspost: Für welche Eltern bietet die Beitragsfreiheit besondere Entlastung?
Anke Preuß: Gerade für Familien mit mittlerem Einkommen ist die Neuregelung super. Wer über ein geringes Einkommen verfügt, hatte schon vorher die Möglichkeit, Beitragsfreiheit oder Ermäßigung zu beantragen.

 

hauspost: Müssen Eltern noch etwas beachten oder unternehmen?

Anke Preuß: Die Umstellung erfolgt automatisch. Die Kita gGmbH ist gut vorbereitet, damit alles glatt läuft. Wichtig: Die Verpflegung in den Kitas ist nicht kostenfrei geworden. Wer dort eine Ermäßigung hat, muss nach wie vor einen neuen Antrag stellen, wenn der jetzige ausläuft. Auch Kosten über die vertraglich vereinbarte Betreuungszeit hinaus bleiben auf Elternseite. Das betrifft zum Beispiel die Ferienbetreuung im Hort oder die sogenannten Notfall-Stunden-Pakete.

 

hauspost: Was ändert sich für die Kita gGmbH durch die Beitragsfreiheit?
Anke Preuß: Nicht viel, um ehrlich zu sein. Wir haben unsere Systeme umgestellt und müssen für die Eltern keine Rechnungen mehr erstellen. Wir sind froh, dass es nicht mehr so viele Finanzierungstöpfe gibt. Gerade in unseren Kitas bleibt allerdings alles beim Alten. Unsere Wegbegleiter sind sehr gut qualifizierte pädagogische Fachkräfte – wir hätten nur gerne eine größere Anzahl von ihnen. Der Personalschlüssel braucht dringend Nachbesserung!

 

hauspost: Sehen das auch Eltern so oder welches Feedback haben Sie zur Beitragsfreiheit erhalten?

Anke Preuß: Viele atmen natürlich erst einmal auf – und freuen sich über mehr Geld in der Familienkasse. Das ist total verständlich. Tatsächlich gab es aber auch viele Eltern, die gesagt haben: „Wir hätten gerne noch weiter etwas in den Topf gezahlt, wenn unsere Kinder dafür mehr Erzieher bekämen.“

 

hauspost: Wie beurteilen Sie die Beitragsfreiheit also insgesamt?

Anke Preuß: Als tolle Entlastung für die Eltern. Was die Arbeitsbedingungen in unseren Kitas angeht und auch das Recht auf Bildung – und die beginnt bereits im frühkindlichen Alter – wünsche ich mir allerdings mehr als imagefördernde Highlights. Mir ist eine langfristige Strategie der Politik wichtig – für mehr Personal und eine solide Ausbildung, die nicht dazu führt, dass die Arbeitsbedingungen der pädagogischen Fachkräfte nochmals verschlechtert werden. Davon profitieren Eltern, Mitarbeiter und natürlich besonders unsere 2.800 Kinder Tag für Tag.

jpl

Fotos: maxpress

 

Es weihnachtet überall

Schwerin | 22.11.2019

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Es weihnachtet überall

Wie die Kinder die Adventsstimmung genießen und selber kreieren

Schwerin • Zu Weihnachten leuchten Kinderaugen oft ganz besonders – so auch in den Einrichtungen der Kita gGmbH. Zahlreiche Aktionen sorgen für besonders gemütliche Stimmung bei den kleinen und großen Kindern. Manche davon haben sie selbst auf den Weg gebracht – und dabei liebevoll an andere gedacht.

In der Kita Rappelkiste beugen sich die Kids über Schuhkartons. Die haben sie gefüllt, für Kinder, denen es nicht so gut geht wie ihnen selbst. „Die Kinder haben von sich aus den Wunsch geäußert“, erzählt Kita-Leiterin Gabriele Montag. Nun packen wir gemeinsam Geschenke ein.“ Domenic war das wichtig: „Wir wollen, dass Frieden ist und kein Krieg – so wie in Klaras Land.“ Das kleine Mädchen besucht seine Gruppe und kommt aus Syrien.

Während sie anderen Gutes tun, dürfen sich die Kinder aber auch selbst auf Schönes freuen. Seit Jahren bewährt ist der „Lebendige Adventskalender“. Hinter jedem „Türchen“, also an jedem Tag, warten Erlebnisse. Mal besucht ein Vater die Kita und spielt Gitarre, mal backt eine Mutter Lebkuchenhäuser mit einer Gruppe oder eine Oma kommt zum Geschichtenlesen vorbei. Geschichten spielen auch in der Kita Sonnenschein eine große Rolle. Dass die Wegbegleiter in der Kita für die Kinder ein Märchen aufführen, ist alle zwei Jahre Tradition.

„Diesmal haben sich die Kinder Hänsel und Gretel gewünscht“, erzählt Kita-Leiterin Kathrin Köhler. Die Rollen sind einstudiert, zur Probe kam sogar Hexe Simone vorbei, um ihr zukünftiges Haus anzusehen. Das haben die Kinder mitgestaltet. Zur Weihnachtsfeier am 17. Dezember gibt es gleich zwei Vorstellungen, denn der Andrang ist immer groß. In der Märchenkita herrscht ebenso weihnachtliche Stimmung. Der Elternrat hat einen Weihnachtsbasar organisiert. Die Kinder wiederum toben sich kreativ beim Basteln aus. Zum einen fertigen sie Weihnachtskränze bei der ­Caritas, zum anderen haben sie Einladungskarten für ihre Eltern und Großeltern kreiert. Bei der Weihnachtsfeier am 11. Dezember stehen sie nämlich selbst auf der Bühne. Der fünfjährige Frederick sieht das ganz entspannt und sagt nur: „Cool, ein Märchen“. Gerüchten zufolge will sich übrigens auch der Weihnachtsmann blicken lassen.

Weihnachtsgruß von Anke Preuß

„Wir wünschen allen kleinen und großen Schwerinern ein schönes und fröhliches Weihnachtsfest. Wir bedanken uns bei unseren Wegbegleitern in der Kita gGmbH und den Elternvertretungen für ihr liebevolles Engagement sowie bei unseren mehr als 2.700 Kindern. Sie lassen durch ihr Vertrauen und ihre strahlenden Augen jeden Tag zu etwas Besonderem werden.“

jpl

Fotos: maxpress