Presse-News

Genauer hinsehen und intensiver fördern

Schwerin | 25.04.2019

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Genauer hinsehen und intensiver fördern

Qualitätsbeauftrage der Horte entwickeln eigenen Erfassungsbogen zur Beobachtung und Dokumentation

Schwerin • Beobachtung und Dokumentation in Bildungsprozessen sind eine kontinuierliche professionelle Entwicklungserfassung, die die Voraussetzung für eine kompetente Entwicklungsbegleitung bildet. Um die Besonderheiten und Stärken bei der Entwicklung von Hortkindern frühzeitig zu erkennen, bedarf es spezieller Beobachtungen.

„Für die systematische Beobachtung einzelner Kompetenzbereiche zur Erfassung von Entwicklungsbesonderheiten, des individuellen Entwicklungsstandes des Kindes in Bezug zur Altersnorm und zur Früherkennung von Entwicklungsrisiken gab es für die Horte, nach unserer Meinung, kein geeignetes Material. Wir brauchen etwas, um genauer hingucken und um noch besser erkennen zu können, was ein Kind kann, wofür es sich interessiert, wo es Unterstützung oder spezielle Förderung benötigt“, sagt Fachberaterin Marion Lehnhoff.

Die Qualitätsbeauftragten der Horte in der Kita gGmbH haben in Zusammenarbeit mit der Fachberatung eine eigene Entwicklungsdokumentation für den Hort – BoDoH (Beobachtung und Dokumentation im Hort) erstellt. Ziel ist es, sozial-emotionale Kompetenzen, kognitive und motorische Fähigkeiten, Sprach- und Lesekompetenzen, das Verhalten und Agieren des Kindes in Konfliktsituationen sowie beim Spielen und in der Freizeit zu sehen und somit einen ganzheitlichen Einblick in die Entwicklung des Kindes zu erhalten. „So können wir die Perspektive des Kindes, sein Verhalten und Erleben verstehen, Interessen, Kompetenzen, Fähigkeiten und soziale Bezüge wahrnehmen, unser pädagogisches Handeln darauf abstimmen und unsere Beobachtungen für den fachlichen Austausch im Team und mit den Eltern in Entwicklungsgesprächen nutzen“, so Marion Lehnhoff.

Sehr kritisch sehen die pädagogischen Fachkräfte in diesem Kontext das neu geplante KiFöG MV, welches das Erledigen von Hausaufgaben im Hort verpflichtend macht. Das passe nicht zur Entwicklung von Selbstkompetenz und beschneide die ohnehin geringe Freizeit der Kinder. Die Future Kids profitieren von der guten Zusammenarbeit mit der Grundschule am Mueßer Berg: Mittwochs und freitags ist hausaufgabenfrei.

Barbara Arndt

BU: Spielen statt Hausaufgaben machen: Freie Zeit ist für Kinder im Hort wichtig

Foto: maxpress/ba

Noch mehr Zeit für die Kinder

Schwerin | 25.04.2019

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Noch mehr Zeit für die Kinder

Pädagogische Fachkräfte reagieren positiv auf den Einsatz von Tablets zur Entwicklungsdokumentation

Schwerin • „Die Tablet-Arbeit entlastet uns erheblich. Sie ermöglicht viel stärker, wichtige Momentaufnahmen in der Entwicklung der Kinder unmittelbar festzuhalten. Durch den Einsatz geschulter Kollegen als Berater gelingt es schnell, die Neuerungen anzunehmen. Wir haben beste Erfahrungen gemacht.“ Fachberater Steffen Häuser sieht neue Formen der Entwicklungsdokumentation im Kita- und Hortbereich bestätigt.

Zwei Jungen haben Puzzleteile vor sich liegen. Was gehört wohin? fragen sich die Fünfjährigen. Sie probieren es immer wieder aus. Ein Bild entsteht. Die Jungs sind begeistert. Anja Düwel, pädagogische Fachkraft bei den Future Kids, hat die Freude ihrer beiden Schützlinge mit einem Tablet als Fotos festgehalten. Die sind wenige Augenblicke später eingebettet in eine Portfolio-Seite, die variabel gestaltet werden kann.

Auch einiges, was die Jungs gesagt haben, steht dank einer besonderen Aufnahmefunktion schon auf dieser Seite. Noch ein paar Klicks, dann ist die Seite fertig und kann sofort gedruckt werden. „Auf diese Weise können wir Lerngeschichten abbilden und all das, was die Kinder schon können, unmittelbar, sehr schnell und vor allem einfach dokumentieren“, freut sich Steffen Häuser. Bislang war das quasi von Hand gemacht worden. Fotos aus der Kamera mussten gedruckt und dann aufgeklebt werden. Beobachtungen waren zu formulieren. Eine zeitaufwändige Sache. „Die Zeitersparnis gegenüber der bisherigen Methode kommt den Kindern zugute. Für mich als pädagogische Fachkraft ist es sehr motivierend, in der intensiven Begleitung der Kinder Momentaufnahmen sofort festzuhalten und keine meiner Beobachtungen zu verlieren, weil erst später Zeit für die Dokumentation ist.“

In jedem Gruppenraum und somit in jedem Aktionsbereich steht ein Tablet zur Verfügung. Nur drei Monate dauerte die Erprobungsphase in den Pilot-Kitas Anne Frank, Future Kids und Nidulus duo. Geschulte Medienberater stehen den pädagischen Fachkräften bei der Einführung in allen Kita-Einrichtungen zur Seite. Das Projekt „Mehr Zeit für Kinder“ lässt die Qualität der pädagogischen Arbeit weiter steigen, führt zur Zeitersparnis und unmittelbaren Ansätzen, die Kinder zu fördern. 

Barbara Arndt

BU: Zusammen mit Erzieherin Anja Düwel betrachten die Kinder ihr gemeinsames Foto, welches unmittelbar gedruckt und ins Portfolio eingefügt wird           

Foto: maxpress/ba

Mit vereinten Kräften wurden bei der Müllsammelaktion der Kita „Waldgeister” drei große Müllsäcke zusammengesammelt

Schwerin | 02.04.2019

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Kleine Reinemacher packen fleißig mit an

Kinder der Kita „Waldgeister” befreien ihren Wald von Müll und Unrat

Mueßer Holz • Durch die Wiesen laufen und in den Wäldern toben ist das, was vor allem Kindern großen Spaß bereitet. Schöner ist dann aber noch, wenn die grüne Umgebung auch sauber und frei von jeglichem Müll ist. Deshalb waren die Kinder der Kita „Waldgeister” in diesem Jahr dem Aufruf der SDS gefolgt und nahmen tatkräftig an der 24. Frühjahrsputzaktion in Schwerin teil.

„Igitt!“, schallte es durch den Wald im Mueßer Holz, als die Mädchen und Jungen ausgestattet mit Handschuhen und Müllsäcken unterwegs waren, um die Gegend vor ihrer Kita von Müll und Unrat zu befreien. 

Im Vorfeld hatten die Kinder zusätzlich sogar einen selbstgestalteten Flyer in ihrer Nachbarschaft verteilt, um alle Eltern und Anwohner zum Mitmachen einzuladen.

„Die Aktion ist gleichzeitig eine gute Möglichkeit, um schon den kleinsten Bürgern das Thema Sauberkeit und Umweltbewusstsein nahe zu bringen. Die Kinder und auch wir Erzieher hatte viel Spaß bei der Aktion”, sagt Kita-Leiterin Katharina Schubert. Insgesamt drei große Müllsäcke wurden mit vereinten Kräften zusammengesammelt.

Nun hoffen die Waldgeister, dass „ihr Wald“ noch lange so schön sauber bleibt, damit sie noch viele schöne Abenteuer dort erleben können.

Der Schweriner Frühjahrsputz ist eine Aktion des SDS – Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin, Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Schwerin und ist aus dem Veranstaltungskalender der Landeshauptstadt nicht mehr wegzudenken. Tausende Helferinnen und Helfer machen sich jedes Jahr bereit, um an der Aktionswoche kräftig mit anzupacken.

BU: Mit vereinten Kräften wurden bei der Müllsammelaktion der Kita „Waldgeister” drei große Müllsäcke zusammengesammelt/ Foto: Kita gGmbH

 

Monica Nyambare ist eine von fünf englischsprachigen Erziehern in der Kita Future Kids. Sie spricht ausschließlich Englisch mit den Kinder Foto: maxpress/ba

Schwerin | 25.02.2019

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Englisch lernen leicht gemacht

Wissenschaftliche Studie belegt positive Effekte für Entwicklung von Kindern in zweisprachiger Kita

Schwerin • „Good Morning“ schallt es durch den Kita-Flur. Die Kinder grüßen fröhlich in englischer Sprache zurück. Erzieherin Monica Nyambare erklärt ihrer Gruppe auf Englisch, dass heute Kinotag ist. Die Drei- und Vierjährigen nehmen den Hinweis begeistert auf. In der Schweriner Kita Future Kids ist Zweisprachigkeit so normal wie Mittagessen. Und das wirkt sich positiv auf die frühe Entwicklung der Kinder aus.

„Kinder lernen schnell und spielend leicht Deutsch und weitere Sprachen. Wie gut Zweisprachigkeit im Alltag funktioniert, erleben wir jeden Tag in der Kita und im Hort. Wissenschaftliche Tests führten zu dem Ergebnis, dass zweisprachige Erziehung nicht schadet, sondern selbst mit Blick auf unterschiedliche Spracherwerbsverläufe sehr nützlich ist. Sie fördert die Entwicklung“, sagt Heike Ihde, Leiterin der Kita Future Kids. „Das Ziel besteht ja nicht darin, perfektes Englisch zu vermitteln. Unsere englischsprachigen Erzieher, von denen wir gern noch mehr hätten, begleiten die Kinder mit Mimik und Gestik. Sie vermitteln Worte durch Lieder und Reime und halten sich an das Prinzip, eine Person – eine Sprache‘. Zu erleben, wie jedes Kind auf seine Weise und zunächst meist mit kleinen Fortschritten im Sprachenerwerb vorankommt, begeistert mich immer wieder“, so Heike Ihde. Ihre Wahrnehmungen sind wissenschaftlich begründet. Eine Studie der Universität Rostock hat das Projekt bei den Future Kids zwei Jahre lang begleitet. Und bestätigt, dass die Mädchen und Jungen von der Zweisprachigkeit profitieren und gestärkt werden für den künftigen Sprachenerwerb. „Mit den Ergebnissen der Studie können wir gegenüber Eltern nun fundierter kommunizieren. Wir sind in der Lage, Befürchtungen zu zerstreuen und besser zu erklären, wie der Spracherwerb begünstigt wird. Das gilt übrigens auch für die Muttersprache“, fasst Heike Ihde die wissenschaftliche Beurteilung zusammen, die zeigt, dass bei den Future Kids alles richtig gemacht wird.

Immersion gilt weltweit als die erfolgreichste Methode des Spracherwerbs. Sie basiert auf dem „beiläufigen“ Erlernen und folgt den Prinzipien des Mutterspracherwerbs. Dieser pädagogische Ansatz wird seit mehreren Jahren in der Schweriner Kita Future Kids mit großem Erfolg angewandt.

Die wissenschaftliche Begleitung durch Dr. Katja Schmidt von der Universität Rostock hat bestätigt, dass alle Kinder vom Mehrsprachenerwerb profitieren. Ein dritter Fachtag zu diesem Thema ist im Herbst 2019 in der Kita Future Kids geplant.

BU: Monica Nyambare ist eine von fünf englischsprachigen Erziehern in der Kita Future Kids. Sie spricht ausschließlich Englisch mit den Kindern  

Foto: maxpress/ba

BU: Offene Arbeit versteht den Hort als Angebot für Kinder Foto: maxpress

Schwerin | 03.01.2019

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Auf eine neue Generation einstellen

Individuelle Begleitung im Hort wird in Zeiten rasanter gesellschaftlicher Veränderung immer wichtiger

Schwerin • Attraktive Angebote unterbreiten, Bedürfnissen entsprechen, Zeit finden für jedes Kind, veränderten Anforderungen gerecht werden – die Arbeit in den Horten der Kita gGmbH braucht neben qualifizierten pädagogischen Fachkräften vor allem viel Zeit. Um Mitbestimmung zu ermöglichen, Freiräume zu schaffen und Partizipation zu leben.

„Partizipation und offene Angebote schließen die individuelle Begleitung der Kinder nicht aus. Wir als Kita gGmbH sind mit motivierten und versierten pädagogischen Fachkräften auf die neuen Herausforderungen eingestellt. Was aber fehlt, ist Zeit, um jedem Kind in seinen Bedürfnissen gerecht werden zu können“, sagt Kita-Geschäftsführerin Anke Preuß. „Es geht darum, den Wert, für den unsere Hortarbeit steht, in der Wahrnehmung zu erhöhen. Die Professionalität dafür bringen wir mit“, sagt Robert Ziller vom City-Hort und verweist auf verschiedene Konzepte sowie Qualitätsstandards. Gesellschaftliche Veränderungen sind rasant, Anforderungen steigen. „Inklusion ist nicht nur in der Schule ein Thema, sondern auch im Hort. Es gibt einen hohen Anteil diagnostizierter Kinder. Unser Anspruch ist es, jedes Kind da abzuholen, wo es steht“, sagen die pädagogischen Fachkräfte. „Auch Schulkinder, die ihre Freizeit im Hort gestalten möchten, haben einen Anspruch, in ihrer Entwicklung begleitet zu werden. Veränderte Familiensituationen und die immer knapper werdende Zeit vieler Eltern machen es notwendig, die personelle Ausstattung zu verbessern“, meint Christine Haß vom Hort Paulsstädter Fritzen. Torsten Tiede, Leiter des Hortes Heine Kids, untermauert diese Forderung: „Wenn wir den Mädchen und Jungen ermöglichen wollen, selbstbestimmt ihren Interessen nachzugehen, ihre Freizeit nach eigenen Vorstellungen zu verbringen und darüber hinaus Partizipation lebendig zu gestalten, das heißt, Mitbestimmung in unterschiedlichster Weise zu fördern, dann ist Zeit ein ganz wichtiger Faktor. Kinderrechte, wie sie die Vereinten Nationen beschreiben, lassen sich nicht ,nebenbei‘ umsetzen. Dafür braucht es viele Begleiter im Hort, die für ihre Tätigkeit hohe Ansprüche formulieren und Vertrauen gewinnen können.“

Sandra Dickau vom City-Hort beschreibt Beispiele besonderer Herausforderungen, die Kinder mit in den Hort bringen. „Es gibt hochbegabte Kinder und solche, deren Eltern sich getrennt haben. Manche haben Sprachprobleme, andere einen besonderen Integrationsbedarf. Alle leben mit den Einflüssen rasanter Veränderungen und medialer Überfrachtung. Selbst mit größtem Engagement bleibt die von uns gewünschte Individualität unter den jetzigen Bedingungen zuweilen auf der Strecke.“ Im Sinne der Kinder müsse sich daran etwas ändern, fordert Anke Preuß. „Wir nehmen unseren Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag sehr ernst. Für uns stehen an erster Stelle die Kinder und ihre Bedürfnisse!“ Dabei sei es wichtig, das Denken erwachsener Menschen nicht auf Kinder zu übertragen. „Die offene Arbeit zeigt, dass wir gemeinsam mit den Kindern Veränderungen meistern können“, so Marion Lehnhoff vom Hort Future Kids und das machen die pädagogischen Fachkräfte der Kita gGmbH professionell und selbstbewusst.

Kinder dichten Rap zum Thema Partizipation

Zur Eröffnung des Hort-Standortes Mitte haben Kinder ihren selbst gedichteten Rap zum Thema Partizipation präsentiert. Sie bekamen tosenden Beifall für klare Ansagen, die darauf abzielen, Kinderrechten mehr Aufmerksamkeit zu schenken und die Bedürfnisse der Mädchen und Jungen respektvoll zu achten. „Wir stellen uns der Herausforderung, die Entscheidungen der Kinder auszuhalten und mitzutragen. Das ist Partizipation“, so Hortleiter Torsten Tiede. 

 

Meinen Tag selbst gestalten

Guck mal hin, was ich kann, lässt man mich nur mal ran!
Was ich schaffe, wirst du wissen, schaust du hinter die Kulissen!
Ich bin groß und nicht klein, und ich schaff so viel ALLEIN!

Mega krass! Ey voll geil! Ich bin hier im Hort dabei!
Wie im Fernseh`, besser leben, Kindern ihre Rechte geben!
Sachen planen, mitentscheiden! Toben, lachen und verkleiden.
Machst nur du, bleib ich steh´n. Lässt du mich, kann ich geh´n!
Potenziale voll entfalten! Meinen Tag selbst gestalten.
Denn wir sind die ZU – KUNFTS – GE – NE – RATION.
Und wir leben hier – PARTIZI – PATION!

BU: Offene Arbeit versteht den Hort als Angebot für Kinder
Foto: maxpress

BU: Verkleiden oder lieben relaxen? Im Mädchenraum geht beides Foto: maxpress/Lena Schwark

Schwerin | 03.12.2018

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Kinder haben dem neuen Hort Mitte ein eigenes Gesicht gegeben

Betreuungssituation verbessert sich in der Schweriner Paulsstadt deutlich

Schwerin • Fröhliches Lachen dringt aus dem Haus Friedensstraße Nummer 4. Hier ist am Mittwoch (21. November) der neue Hort-Standort Mitte feierlich eröffnet worden. „Das ist ein schöner Tag für die Landeshauptstadt", sagte Bürgermeister Dr. Rico Badenschier im Beisein von Landes- und Kommunalpolitikern, Erziehern, Planern, Architekten und Bauleuten. Insgesamt 27 Räume bieten mehr als 300 Kindern zahlreiche Optionen, ihre Freizeit selbstbestimmt zu gestalten. Mit einem eigens für diese Veranstaltung umgedichteten Lied begrüßten Mädchen und Jungen ihre Gäste. Mit einem Rap-Song zum Thema Partizipation machten sie ihren Anteil am Entstehen dieses Hortes deutlich: Zum Farbkonzept und zur Ausstattung hatten sie viele eigene Ideen eingebracht.

Seit fünf Wochen können in dem denkmalgeschützten, mit großem Aufwand vom Eigenbetrieb ZGM sanierten Haus die Mädchen und Jungen im Kinderrestaurant essen und den Nachmittag nach ihren Vorstellungen verbringen. Theaterspielen, kreativ sein, forschen, im Medienraum die Welt entdecken, in der Bibliothek lesen oder mit Blick in „Baumkronen und Himmel" auf riesigen Sitzsäcken entspannen – gemeinsam mit Freunden vergeht die freie Zeit hier viel zu schnell. Die Vielzahl der Angebote, die auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet sind und ein angemessenes Umfeld für die Freizeit und zum Lernen bietet, ist überwältigend. Auf dem Hof gibt es reichlich Gelegenheit zum Spielen und Toben. Ein neuer Bolzplatz mit Tartanbelag und Spielkombinationen locken an die frische Luft. Verbesserungen gibt es ebenso für jene 240 Kinder, die an den bisherigen Standorten Cityhort und Paulsstädter Fritzen verbleiben. Auch sie erhalten viel neue Ausstattung, Räume werden saniert. Aber vor allem haben auch sie künftig deutlich mehr Platz.

Kita-Geschäftsführerin Anke Preuß erinnerte an den langen Weg, den Kinder, Eltern, aber vor allem Horterzieher aus dem City-Hort und dem Hort Paulsstädter Fritzen zurücklegen mussten, bis das neu gestaltete Gebäude in der Friedensstraße 4 nun zu einer merklichen Entspannung der Betreuungssituation führen konnte. Die Kita-Chefin beschrieb anhand von Zahlen die Dramatik. Wurden von der Kita gGmbH im Jahr 2001 im City-Hort 110 und bei den Paulsstädter Fritzen 66 Kinder betreut, so waren es im Jahr 2012 bereits 280 beziehungsweise 220. Doch territorial und finanziell konnten lange Zeit keine Lösungen gefunden werden, um die Situation zu entspannen.
„Ich möchte allen Beteiligten – ob Land, Stadt, ZGM, Planern und Bauleuten sowie unseren pädagogischen Fachkräften – danken, die den Kindern so eine wunderschöne Lern- und Spielumgebung ermöglicht haben.“ Anke Preuß nutzte die Gelegenheit, den beiden Hortleiterinnen Angela Kluth und Marita Buß zu danken. „Ihnen und ihren Teams ist es gelungen, Kindern bei allen Widrigkeiten eine schöne Hortzeit zu schenken. Sie haben sich neuen pädagogischen Herausforderungen gestellt, sichweitergebildet und kreative Ideen zur Umsetzung eingebracht. In beispielloser Zusammenarbeit
haben sie beide Teams zusammengeführt, um diesen neuen Standort mit Leben zu erfüllen."

BU: Verkleiden oder lieben relaxen? Im Mädchenraum geht beides
Foto: maxpress/Lena Schwark